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Preisträger 2009  |
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Dresden, 30. April 2009 - Im Rahmen der 45. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) übergab Professor Dr. Erwin Schöpf, Freiburg, am 30. April den Astellas Forschungspreis Dermatologie 2009: Dr. Jürgen Schauber, München, wurde für seine neuen Erkenntnisse über natürliche Abwehrproteine mit dem Hauptpreis ausgezeichnet, den Förderpreis erhielt Maria Gschwandtner, Hannover, für ihre Arbeit zur Rolle von Matrixmetalloproteinen in der Patho-physiologie allergischer und entzündlicher Hauterkrankungen. Die Preise sind mit 5.000 bzw. 2.500 Euro dotiert.
Mit dem Astellas Forschungspreis Dermatologie werden hervorragende wissenschaftliche Arbeiten über entzündliche Hauterkrankungen ausgezeichnet. Dabei wird je ein Haupt- und ein Förderpreis vergeben. Den Vorsitz der hochkarätigen Jury hat Professor Dr. Erwin Schöpf, Freiburg.
Alarmine - neues Target bei entzündlichen Hauterkrankungen
Antimikrobielle Peptide - auch als Alarmine bezeichnet - haben neben ihren antimikrobiellen Eigenschaften auch Einfluss auf entzündliche Reaktionen der Haut. Bei Patienten mit entzündlichen dermatologischen Erkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis ist die natürliche Balance dieser Peptide gestört. Schauber konnte mit seinen Forschungsarbeiten zeigen, dass Vitamin-D-Analoga, deren Wirkmechanismen bei Psoriasis bisher nicht vollständig verstanden sind, in die Regulierung dieser Alarmine eingreifen. Die dabei identifizierten Signalwege eröffnen auch die Möglichkeit zur Entwicklung weiterer "Alarmin-basierter" Therapeutika für andere dermatologische Indikationen.
Matrixmetalloproteine und Antihistaminika
Auch die ausgezeichnete Arbeit von Gschwandtner zeigt neue therapeutische Ansatzpunkte auf: Die Matrixmetalloproteinase 9 (MMP-9) erleichtert durch den proteolytischen Abbau der Basalmembran die Zellmigration in der Haut. Jetzt konnte gezeigt werden, dass die Produktion von MMP-9 in Keratinozyten direkt über eine Aktivierung des Histamin-1-Rezeptors moduliert werden kann - ein bisher unbekannter Mechanismus, durch den Keratinozyten zur Pathophysiologie allergischer und entzündlicher Hauterkrankungen beitragen. Durch H1-Rezeptor-Antihistaminika konnte in den Untersuchungen die Produktion von MMP-9 in den Keratinozyten an der Entzündungsstelle verringert werden. Diese Erkenntnis weist auf ein neues therapeutisches Target für die Zukunft hin und ermöglicht die Entwicklung neuer therapeutischer Optionen für Patienten mit allergischen, entzündlichen Hauterkrankungen. |
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Verleihung des Astellas Forschungspreises 2009, anlässlich der 45. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden.
Von links:
Professor Dr. Erwin Schöpf, Freiburg,
Maria Gschwandtner, Hannover,
Dr. Kersten Walter, Astellas Pharma München,
Dr. Jürgen Schauber, München,
Rudolf Goreczko, Astellas Pharma München. |
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