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Document: http://www.astellas.de/gesundheitsthemen/blasenentzuendung/fragen_antworten.html
Titel: Fragen & Antworten - Häufige Probleme und ihre Lösung -
Datum: 17.05.2012
 

Blasenentzündung

Hier erhalten Sie Informationen über die Ursachen von Harnwegsinfektionen, an welchen Symptomen Sie zu erkennen sind, wann sie besser zum Arzt gehen sollten und zahlreiche Hinweise, was Sie selbst dagegen unternehmen können.

Häufige Probleme und ihre Lösung

Was kann ich selbst zusätzlich tun?

Die folgenden Tipps und Tricks zeigen Ihnen, wie Sie im Alltag am besten Blasenentzündungen vorbeugen bzw. zu deren schnelleren Heilung beitragen können.

  • Mehr Trinken
    Sie sollten täglich mindestens 3 Liter trinken. Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee zählen dabei allerdings nicht. Die erhöhte Harnmenge spült Blase und Harnröhre ständig durch und schwemmt die Bakterien aus. Die Flüssigkeitsmenge verdünnt zudem den Harn, so dass er beim Wasserlassen weniger brennt. Besonders gut geeignet sind natürlich spezielle Blasen- und Nierentees.

Achtung!
Herz- und Nierenkranke dürfen solche großen Flüssigkeitsmengen nicht trinken, sie sollten sich mit ihrem Arzt in Verbindung setzen.

  • Toilettengang nicht hinauszögern, Blase ganz entleeren
    Eventuell eingedrungene Bakterien werden so zügig wieder hinausbefördert, sie könnten sonst in verbliebenem Restharn einen guten Nährboden zur Vermehrung finden.
  • Körper warm halten
    Vor allem Unterleib und Füße sollten Sie immer warm halten und vor Auskühlung schützen. Der ganze Körper und damit die Abwehrkräfte werden dadurch geschwächt. Auch an heißen Sommertagen sollten Sie den nassen Badeanzug sofort nach dem Schwimmen ausziehen. Die Nässe entzieht dem Körper sonst Wärme und kühlt die Schleimhäute aus. Bei einer akuten Infektion können Sie zu Hause z. B. Sitzbäder oder Wärmepackungen anwenden. Ruhe unterstützt die Heilung zusätzlich.
  • Intimhygiene beachten
    Führen Sie das Toilettenpapier immer von vorne nach hinten, also von der Harnröhrenöffnung in Richtung After. Dann werden keine Darmbakterien zur Harnröhre verschleppt. Waschen Sie Ihre äußeren Geschlechtsteile täglich, am besten nur mit lauwarmem Wasser. Benutzen Sie höchstens ein mildes Waschmittel ohne Parfumstoffe, und verzichten Sie möglichst auf Intimsprays.
  • Monatsblutung: Tampons und Binden häufig wechseln
    In ihnen können sich Bakterien ansammeln und gut vermehren, ein häufiges Wechseln trägt daher zu einer guten Intimhygiene bei.
  • Luftdurchlässige Unterwäsche tragen
    Das beste Material ist kochfeste Baumwolle. Wechseln Sie Ihre Wäsche täglich. Slip und Hosen sollten nicht zu eng sitzen.
  • Kondome benutzen
    Bei manchen Frauen löst sogar Geschlechtsverkehr eine Blasenentzündung aus. Der Partner überträgt dabei Keime in den Intimbereich der Frau, Darmbakterien können in Richtung Harnröhre gelangen. So lange Sie an einer Blasenentzündung leiden, verzichten Sie am besten ganz auf Geschlechtsverkehr.
  • Abwehrkräfte stärken
    Gesunde und ausgewogene Mischkost, Vitamine und Abhärtung des gesamten Organismus machen Ihr Immunsystem fit.

Warum sind Frauen häufiger von Harnwegsinfekten betroffen?

Der Grund liegt in den unterschiedlichen anatomischen Gegebenheiten: Während die Harnröhre von Männern durchschnittlich 24 cm misst, ist die Harnröhre von Frauen lediglich 2,5 bis 5 cm lang. Daher können Krankheitskeime bei Frauen viel leichter und häufiger die Entfernung bis zur Blase überwinden und dort Entzündungen auslösen. Zudem liegen Harnröhrenöffnung, Darmausgang und Scheidenöffnung sehr eng beieinander; besonders im Darm lebende Coli-Bakterien können leicht in die Harnröhre übersiedeln.

Behandlung mit Bärentraubenblättern - Tee oder Tabletten?

Früher wurde bei Harnwegsinfekten oft ein Tee aus den Blättern der Bärentraube als Heilmittel angewandt. Dieses Getränk enthielt die Wirkstoffe jedoch nur in geringen Konzentrationen. Zudem waren auch viele Gerbstoffe enthalten, die die Schleimhäute von Magen und Darm reizen, den Tee für viele schlecht verträglich machen und zudem für einen unangenehmen Geschmack sorgen.

Moderne Herstellungsmethoden konnten hier eine Verbesserung ermöglichen.

Der Wirkstoff Arbutin wird schonend aus den Bärentraubenblättern gelöst und in Tabletten „verpackt”. In den Tabletten liegt das Arbutin also konzentriert und ohne die belastenden Gerbstoffe vor. Damit sind solche modernen pflanzlichen Tabletten wesentlich besser verträglich als der Tee.

Keine Besserung nach 3 Tagen Selbstbehandlung?

Wenn Sie nach 3 Tagen noch keine Besserung spüren, sollten Sie vorsichtshalber Ihren Arzt aufsuchen. Er wird Ihren Urin untersuchen und im Labor feststellen, welche Bakterienstämme Ihre Blasenschleimhaut entzündet haben. Danach wird er die weitere Behandlung festlegen.

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