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Document: http://www.astellas.de/gesundheitsthemen/blasenentzuendung/ursachen.html
Titel: Ursachen von Harnwegsinfektionen -
Datum: 17.05.2012
 

Blasenentzündung

Hier erhalten Sie Informationen über die Ursachen von Harnwegsinfektionen, an welchen Symptomen Sie zu erkennen sind, wann sie besser zum Arzt gehen sollten und zahlreiche Hinweise, was Sie selbst dagegen unternehmen können.

Ursachen für Harnwegsinfektionen

Blasenentzündungen

Fast 4 Millionen Menschen, meist Frauen, leiden jährlich an zum Teil immer wiederkehrenden Infektionen der Harnwege. Meist handelt es sich um so genannte unkomplizierte Infektionen, die nur die unteren Harnwege betreffen: die Harnblase und die Harnröhre. Aber auch einfache Entzündungen sind für die betroffenen Patientinnen sehr lästig und schmerzhaft.

Da die Infektionen oft nicht auf die unteren Harnwege beschränkt bleiben, sondern auf die oberen Abschnitte der Harnwege (Harnleiter, Nierenbecken, Niere) übergreifen können, sollten sie rechtzeitig behandelt werden, um ernstere Erkrankungen zu vermeiden.

Funktion der Harnblase

Die Blase ist das Sammelbecken für den Harn, den die Nieren kontinuierlich bilden und durch die Harnleiter abgeben. Pro Tag entstehen ca. eineinhalb Liter Harn. Die Blase kann etwa einen Liter Urin aufnehmen, normalerweise tritt jedoch schon bei einer Urinmenge von 150 bis 300 ml Harndrang auf. Durch die willentliche Steuerung der Blasenentleerung kann der Harn kontrolliert über die Harnröhre ausgeschieden werden.

Risikofaktoren

Es gibt einige Voraussetzungen und Grunderkrankungen, die die Infektionsgefahr steigen lassen.

Risikofaktoren sind:

  • Reduzierte Immunabwehr
    Bei Erkrankungen jeder Art und/oder durch Hygienefehler ist die Krankheitsabwehr geschwächt.
  • Diabetes:
    Vor allem bei schlecht eingestelltem Stoffwechsel kann die Nierenfunktion beeinträchtigt sein.
  • Störungen der Blasenentleerung
    Angeborene Verengungen der ableitenden Harnwege, Blasensteigen oder Prostatavergrößerung behindern den Harnabfluss.
  • Blasenkatheter
    Die Schleimhaut von Harnröhre und Blase können verletzt werden, schädliche Keime können von außen eingeschleppt werden.
  • Verhütung mit Spermien abtötenden Cremes
    Natürliche Keimflora und Schutzschicht der Schleimhäute können eventuell geschädigt werden. Eine verstärkte Anhaftung und Vermehrung von unerwünschten Bakterien ist möglich.
  • Schwangerschaft
    Durch die Hormonumstellung verändern sich die Schleimhäute, der Aufstieg von Bakterien in den Harnwegen ist erleichtert.
  • Wechseljahre
    Durch die Hormonumstellung verändern sich die Schleimhäute. Das dünnere Gewebe wird schlechter durchblutet und ist dadurch anfälliger für Infektionen.

Ursachen

Die Harnröhre ist die Verbindung zwischen Blaseninnerem und der Außenwelt. Sie bietet damit Krankheitserregern eine Möglichkeit, in den Körper einzudringen. Entzündungen liegt daher meist eine Infektion mit Bakterien aus dem Darm oder bei Frauen aus der Scheide zugrunde.

Die Bakterien können über die Harnröhre in die Blase aufsteigen und dort eine Entzündung auslösen. Wenn nur die Blasenschleimhaut und keine tieferen Schichten betroffen sind, sprechen Ärzte von einer „unkomplizierten Blasenentzündung”.

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