Hilfe bei Infektionen – ein Ratgeber für Eltern
Erkältungen gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern unseres Alltags.
Vor allem Kinder sind anfällig für kleine oder größere Infekte im Nasen- und Rachenraum: Husten, Schnupfen, Heiserkeit, manchmal auch Abgeschlagenheit und Fieber sind lästige Symptome.
Solange die Erkältungskrankheiten ein bestimmtes Maß an Schwere und Häufigkeit nicht überschreiten, ist das relativ „normal”. Das Immunsystem von Kindern ist jedoch noch nicht vollständig ausgereift. Es muss erst lernen, mit den verschiedenen allgegenwärtigen Krankheitserregern umzugehen.

Infektion: Durchbruch der Immunabwehr
Eine Infektion der Atemwege wird durch Krankheitskeime - z.B. Viren und Bakterien - ausgelöst, die über die Atemwege in den Körper gelangen. Im Immunsystem eines gesunden Menschen löst das Eindringen dieser Erreger gezielte Abwehrmaßnahmen aus, die eine Erkrankung verhindern können. Aber gerade bei Kindern, die ihre Abwehrkräfte erst noch entwickeln müssen, kann das körperliche Schutzsystem häufiger durchbrochen werden. Und: Auch ein intaktes Immunsystem des erwachsenen Menschen kann „überrumpelt” werden. Eine Ansteckung erfolgt meist in drei Fällen:
- Wenn unbekannte Erreger das Immunsystem überfordern
- Wenn die Erreger in so großer Anzahl in den Körper gelangen, dass das Immunsystem sie nicht alle gleichzeitig überwältigen kann
- Wenn seelische oder körperliche Belastungen das Immunsystem vorübergehend schwächen
Was heißt „Erkältung”?
Auch das Wetter hat einen Einfluss auf die Abwehrkräfte. Wenn Kinder im Herbst und Winter feuchtkaltem und stürmischem Wetter ausgesetzt sind, kühlen sie leicht aus. Sie beginnen zu frösteln und die Füße werden kalt.
Kalte Füße bewirken über einen Nervenreiz, dass die Durchblutung der Schleimhäute in den Atemwegen vermindert wird. Das schwächt die Reinigungs- und Schutzfunktion der Atemwegsschleimhäute, und die Viren bzw. Bakterien können sich besser in der Schleimhaut festsetzen. Eine Unterkühlung macht Kinder ebenso wie Erwachsene für eine Infektion - eine „Erkältung” - leichter anfällig.
Als weitere klimaabhängige Auslöser kommen in Frage: Hitze in Verbindung mit Zugluft, plötzliche Regenfälle, Tauwettereinbrüche, Nebeltage und Föhn. Ebenso können das plötzliche Absinken der Temperaturen zum Herbstanfang und die Austrocknung der Schleimhäute durch trockene Luft während der Heizperiode zur Infektanfälligkeit beitragen.
Wie steckt man sich an?
Wenn Kinder auf engem Raum miteinander spielen, herrschen hervorragende Ansteckungsbedingungen. Für Erkältungskrankheiten ist die Übertragung über die Luft die wichtigste Verbreitungsart.
Erreger, die sich im Atemtrakt befinden, werden beim Husten oder Niesen mit dem Luftstrom in feinsten Tröpfchen herausgeschleudert. Die Keime können dann direkt über die Atemluft aufgenommen werden. Sie können aber auch durch Berührung übertragen werden, z.B. wenn Hände, Türgriffe oder Spielsachen angefasst und die mit Keimen infizierten Hände anschließend in Mund oder Augen geführt werden.
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