Ursachen
Der Gleichgewichtsapparat im Ohr, das Auge sowie die Muskeln, Sehnen und Gelenke senden ununterbrochen Informationen an das Gehirn. Dort werden sie zusammengeführt, verarbeitet und vermitteln das Gefühl des Gleichgewichts.
Schwindel entsteht immer dann, wenn diese Informationen nicht übereinstimmen, fehlerhaft sind oder im Gehirn nicht richtig verarbeitet werden.
Die Bezeichnung „Schwindel” fasst im Prinzip alle unangenehmen Gefühle zusammen, die bei einer Störung der räumlichen Orientierung auftreten können.
Zielorgane des Gleichgewichtssystems sind die Großhirnrinde, die Augenmuskeln und die Muskeln des Bewegungsapparates. Störungen des Gleichgewichtssystems zeigen sich entsprechend durch Schwindelgefühl, Probleme bei der Augenfixierung und der Koordination von Körperbewegungen.
Schwindel ist also letztlich immer ein Signal, hinter dem sich Erkrankungen des Ohres, der Augen oder auch Durchblutungsstörungen verbergen können.
Vor allem bei älteren Menschen wird das Gleichgewichtszentrum im Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Häufig kommt dazu noch eine altersbedingte Funktionsminderung der Sinneszellen im Gleichgewichtsorgan, der Nerven des Gleichgewichtsorgans und der Koordinationszentren des Gehirns. Etwa 1/3 aller älteren Männer und 2/3 aller älteren Frauen leiden unter dieser Form von Schwindel.
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