Fragen & Antworten
Warum ist starkes Erbrechen gerade für kleine Kinder und Säuglinge so gefährlich?
Bei diesen kleinen Patienten kommt es wesentlich schneller als bei Erwachsenen zu einer Dehydratisierung ("Entwässerung") und großen Mineralstoff-Verlusten. Da Kinder einen anderen Wasserhaushalt und Stoffwechsel haben als Erwachsene, wird starkes Erbrechen für sie sehr viel schneller gefährlich.
Welche Darreichungsform ist die richtige?
Bei starkem Erbrechen wird ein Arzneimittel zum Einnehmen möglicherweise wieder erbrochen, bevor es wirken kann. Daher sind in solchen Fällen Zäpfchen das Mittel der Wahl. Bei Durchfallerkrankungen sind dagegen sicherlich Medikamente in Drageeform, Kapseln oder ein Sirup besser einzusetzen. Für Kinder werden meist besondere Darreichungsformen angeboten, wie z. B. niedriger dosierte Zäpfchen oder flüssige Formen wie Sirup mit einem Messbecher zum einfachen Abmessen der richtigen Dosis.
Welche Dosierung ist die richtige?
Die Dosierung erfolgt nach dem Körpergewicht: Bei Mitteln zum Einnehmen gibt man (auch bei Kindern) 2-3 Milligramm Dimenhydrinat pro Kilogramm Körpergewicht täglich, bei Zäpfchen wird etwas höher dosiert: 3-5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.
Kann man den Wirkstoff Dimenhydrinat auch vorbeugend einnehmen, z. B. wenn eine längere Autofahrt ansteht?
Wenn eine Neigung zur Reise- oder Seekrankheit bekannt ist, ist es sogar sehr zu empfehlen, vorsorglich ein Medikament einzunehmen, damit die Beschwerden erst gar nicht entstehen. Das entsprechende Mittel sollte dann 30-60 Minuten vor Reiseantritt genommen werden.
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