Fragen & Antworten - Häufige Probleme und ihre Lösung
Was kann ich selbst zusätzlich für meine Venen tun?
Die folgenden Tipps und Tricks ermöglichen Ihnen eine möglichst venenfreundliche Gestaltung Ihres Alltags.
Nutzen Sie jede Möglichkeit zur Bewegung. Gehen Sie soviel wie möglich zu Fuß, nehmen Sie für kürzere Wegstrecken das Fahrrad statt des Autos und nutzen Sie die Treppen statt des Aufzugs. Lange Spaziergänge tun Ihren Venen gut und bringen Ihren Kreislauf in Schwung.
Für die Entlastung der Venen ist die wichtigste Regel:
Sitzen und Stehen sind Schlecht - lieber Laufen oder Liegen!
Sport treiben ist gut und gesund. Vor allem für Menschen mit sitzenden Berufen ist er ein wichtiger Ausgleich. Aber nicht alle Sportarten sind auch für die Venen empfehlenswert. Vermeiden Sie Sportarten mit stauchenden und stoppenden Bewegungen (Tennis, Squash, Jogging auf hartem Boden) sowie übermäßige Kraftanstrengung (Gewichtheben). Konzentrieren Sie sich stattdessen auf Übungen, die die Waden- und Fußmuskulatur trainieren und stärken. Wandern und radeln Sie oder gehen Sie schwimmen. Sinnvoll ist natürlich auch eine spezielle Venengymnastik. Diese Übungen können Sie zu Hause oder sogar zwischendurch im Büro ausführen.
Übergewicht gilt als Risikofaktor Nr. 1 für Venenpatienten. Aus Forschungsergebnissen geht das eindeutig hervor. Jedes verlorene Pfund nützt Ihrem Wohlbefinden, Ihrer Gesundheit und der Entlastung Ihrer Venen.
Ernährung spielt in diesem Zusammenhang natürlich auch eine wichtige Rolle. Sie erreichen mit ausgewogener ballaststoffreicher Ernährung eine Gewichtsreduktion. Sie unterstützen damit die Verdauung, versorgen Ihren Körper mit ausreichend Nährstoffen und fördern so auch die Gesundheit der Gefäße.
Nicht zu enge Kleidung und venenfreundliches Schuhwerk sorgen dafür, dass der Blutfluss nicht unnötig behindert wird. Ausreichend Bewegungsfreiheit der Füße in nicht zu hohen Schuhen mit weichen Sohlen ermöglichen das gesunde Abrollen der Füße. Die Venen-Muskelpumpe kann so den Blutfluss unterstützen.
Die Beine so oft wie möglich hoch lagern. Nutzen Sie dazu jede Gelegenheit. Achten Sie darauf, dass die Unterschenkel dabei leicht angewinkelt sind.
Kalte Wadengüsse sind erfrischend, auch für Ihre Venen. Sie regen die Blutzirkulation in den Beinen kräftig an. Duschen Sie morgens und wenn möglich auch abends einige Minuten jedes Bein kalt ab. Ganz wichtig dabei: duschen Sie die Wade von unten nach oben ab. Noch besser als "duschen" ist gießen. Dabei setzen Sie den ganzen Wasserstrahl ein, der das Bein weich umfließt. Aber nur so lange durchführen, wie die Kaltwasseranwendung nicht schmerzt.
Vermeiden Sie starke Hitzeeinflüsse wie zum Beispiel Sauna und heiße Vollbäder, aber auch zu intensive Sonnenbäder. Denn übermäßige Wärme erweitert die Blutgefäße und erhöht dadurch die Neigung zu Blutstauungen und Beinschwellungen. Wenn Wärme unvermeidbar ist, dann sollten Sie Ihre Beine anschließend oder spätestens am Abend kalt abgießen.
Allgemein gesagt
Venenfreundlich:
- Leichte sportliche Aktivität
- Spezielle Venen-Gymnastik
- Kalte Wadengüsse
- Beine hochlegen
- Bequeme Kleidung und flache Schuhe tragen
Venenschädlich
- Langes Stehen und Sitzen
- Wärmeeinfluss: lange Sonnenbäder oder Saunagänge
- Schuhe mit hohem Absatz
- Übergewicht
- Rauchen
- Hoher Alkoholkonsum
Was kann Venen-Gymnastik bewirken?
Venen-Gymnastik ist die ideale Ergänzung zu einer medikamentösen Therapie. Sie unterstützt die Venen bei ihrer wichtigsten Aufgabe, dem Rücktransport sauerstoffarmen Blutes zum Herzen.
Die Kombination von medikamentöser und Bewegungstherapie bewirkt:
- die Stabilisierung der Gefäßwände
- die Aktivierung der Waden-Muskelpumpe
- die Verbesserung des Blutrückflusses
Sie ergänzen und unterstützen sich in ihrer Wirkung und vermindern so die typischen Venenprobleme wie Schwellungen, Schmerzen und Spannungen.
Schon 10-15 Minuten täglich lindern Ihre Beschwerden und sorgen auf Dauer für mehr Beingesundheit und Wohlbefinden. Viele Übungen können Sie zu Hause oder sogar zwischendurch im Büro ausführen.
Warum tauchen bei mir trotz Operation wieder neue Krampfadern auf?
Bei einer Operation wird ein erkranktes Gefäß dem Blutkreislauf entzogen. Dies geschieht, indem die Gefäßwände durch Einspritzen eines Medikaments oder durch Laserlicht "verklebt" werden. Das Blut nimmt einen anderen Weg im Venensystem, und im Lauf der Zeit wird das funktionslose Gefäß vom Körper abgebaut.
Das heißt, dass nur das Erscheinungsbild, ein Symptom der Venenerkrankung behandelt werden kann. Die eigentliche Ursache, die Bindegewebsschwäche, kann jedoch nicht geheilt werden, da es sich um eine erbliche Veranlagung handelt. Es kann daher nie ausgeschlossen werden, dass im Lauf der Erkrankung nicht an anderer Stelle neue Krampfadern oder Besenreiser auftreten.
Die medikamentöse Therapie mit Rosskastaniensamenextrakt kann jedoch das Fortschreiten des Venenleidens verlangsamen und den Gesundheitszustand stabilisieren.
Was ist besser, Kompression oder Medikamente?
Im besten Fall sollte ein Venenpatient alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um seine Erkrankung zu behandeln.
Im Alltag sieht es jedoch meist anders aus. Die Kompressions-Strümpfe werden häufig nicht getragen, weil sie als lästig und unästhetisch empfunden werden. Medikamente z. B. mit Rosskastaniensamenextrakt sind dagegen wesentlich einfacher und bequemer anzuwenden. In frühen Stadien der Venenschwäche kann mit ihnen eine gleichwertige Wirkung beim Abbau von Wasseransammlungen im Gewebe und Schutz vor deren Neuentstehung erreicht werden. Ist die Erkrankung schon weit fortgeschritten, sollten die betroffenen Patienten nicht auf die Kompression verzichten, sondern sie zusätzlich anwenden.
Optimal ist grundsätzlich immer eine Kombination aus allgemeinen Maßnahmen für einen venenfreundlichen Alltag, Medikamenten z. B. mit Rosskastaniensamenextrakt und der Kompressionsbehandlung.
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