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Titel: Neue Operationsmethoden bei Venenleiden -
Datum: 17.05.2012
 

Venenleiden

Informationen über die Ursachen von Venenproblemen, Krampfadern und schweren Beinen.

Zwischen Radiowellen und Schaumverödung-
Neue Operationsmethoden bei Venenleiden

Jede zweite Frau und jeder vierte Mann in Deutschland ist von Venenerkrankungen betroffen, lediglich etwas weniger als 10% der Bundesbürger weisen keinerlei Venenveränderungen auf. Der Ausdruck „Venenleiden” ist ein Sammelbegriff für alle Erkrankungen des Venensystems und ihrer Folge - der chronisch venösen Insuffizienz.

Je früher, desto heilsamer

Venenleiden schreiten unbehandelt weiter fort und können Komplikationen hervorrufen. Je früher eine Behandlung einsetzt, desto besser und kosmetisch schöner sind die Behandlungsergebnisse. Es existieren viele Methoden, mit denen Venenleiden behandelt werden können. Dazu gehören z. B. die Schaumverödung, die Lasertherapie und Radiowellen. Für den einzelnen Patienten und sein spezielles Beinproblem wird aus diesen Möglichkeiten die optimale Mischung herausgesucht - die Kombination dieser Methoden bringt generell die kosmetisch schönsten und langfristig erfolgreichsten Resultate.

Schaum verödet

Das Veröden von Krampfadern ist ein Verfahren, das sich schon länger bewährt hat. In die Krampfader wird ein Verödungsmittel gespritzt; die Venenwände verkleben und der Körper baut diese Venen ab - sie verschwinden letztlich.
Bei der Schaumverödung handelt es sich um eine verbesserte Methode, die wesentlich effektiver ist. Das Verödungsmittel wird vor dem Einspritzen aufgeschäumt. Dadurch konnte das Verkleben der Venenwände optimiert werden.
Bei diesem zur Zeit besten Verfahren in der Verödungsbehandlung müssen anschließend - wie bei allen anderen operativen Methoden - Kompressionsstrümpfe getragen werden, um die Abheilung zu beschleunigen und möglichst reibungslos erfolgen zu lassen.

Laser löst auf

Die Lasertherapie ist heutzutage eine wesentliche Säule in der Behandlung venöser Erkrankungen. Sie wird zur Therapie kleiner, oberflächlich liegender Venen eingesetzt. Mittlerweile gibt es Lasergeräte, die sehr wirksam sind, ohne Nebenwirkungen wie Verbrennungen oder Narbenbildung zu verursachen. Der Laser wird so eingestellt, dass die roten Blutkörperchen auf die Lichtenergie des Lasers reagieren. Sie werden dadurch so stark erhitzt, dass die Venenwände ebenfalls verkleben und das Gefäß auf diese Weise „stillgelegt” wird.
Wie bei allen operativen Behandlungsmethoden können Pigmentierungen der behandelten Gewebe auftreten oder Hautirritationen wie kleine Rötungen. Bei der Laserbehandlung sind sie allerdings sehr selten.

Radiowellen verschweißen

Bei der äußerst schonenden VNUS-Closure-Methode werden die Venen mit Hilfe von Radiowellen zum Verkleben gebracht, ähnlich wie bei der Lasertherapie. Durch eine Punktion wird ein Einweg-Katheter in die erkrankte Vene eingeführt. Dieser erhitzt sich an der Spitze mit Hilfe von Radiowellen auf 85 °C. Während der erhitzte Katheter langsam zurückgezogen wird, wird die Vene praktisch zusammengeschweißt. Voraussetzung für den Einsatz dieser neuen Behandlungsmethode sind funktionsfähige tiefe Venen.

Venen mögen's kalt

Vorbeugen ist besser als behandeln. Generell gilt: Liegen und Laufen ist gut, Sitzen und Stehen hingegen schlecht! Was sonst noch venenfreundlich ist:

  • Power-Walking
  • Kalte Güsse
  • Wassertreten
  • Beine hochlegen
  • Lockere Kleidung
  • Bewusste Ernährung

Sanfte Selbstbehandlung

Viele Patienten bevorzugen eine Behandlung, die möglichst ohne chemische Präparate auskommt und nutzen die Heilkräfte der Pflanzen, wie z. B. die Rosskastanie. Schon wenn die ersten Beinschwellungen auftreten - also noch bevor Krampfadern oder Besenreiser sichtbar werden, ist die Rosskastanie ein gutes Gegenmittel. Der rein pflanzliche Wirkstoff Rosskastaniensamenextrakt (z. B. Venostasin® retard) verringert die Durchlässigkeit der Venenwände und normalisiert so den übermäßigen Flüssigkeitsaustritt ins Gewebe. Die typischen Wasseransammlungen und Schwellungen können abgebaut werden. Zudem werden die Venenwände stabilisiert und gestärkt und so dem Fortschreiten der Erkrankung vorgebeugt.

Sind bereits Krampfadern sichtbar, sollte vor einer Selbstbehandlung ein Venenspezialist aufgesucht werden, damit eine genaue Diagnose gestellt werden kann.

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