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Astellas Pharma GmbH
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Titel: Forschungspreisträger -
Datum: 21.10.2017

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Forschung

Die Forschung besitzt für Astellas Pharma GmbH einen hohen Stellenwert. Deswegen legt Astellas als forschender Arzneimittelhersteller einen Unternehmensschwerpunkt auf die Erforschung neuer Medikamente.

Forschungspreisträger

Die Preisträger der vergangenen Jahre der Astellas Forschungspreise in der Transplantation, Dermatologie und Prostatakarzinaomen sind hier gelistet.

Motiv des Astellas Forschungspreises Transplantation

Preisträger des Forschungspreises Transplantation

Seit 2013 wird der Astellas Forschungspreis als DTG Forschungspreis Immunsuppression weitergeführt.

Der DTG Forschungspreis Immunsuppression richtet sich an theoretisch und klinisch tätige Wissenschaftler/ Wissenschaftlerinnen. Ausgezeichnet werden hervorragende wissenschaftliche Forschungsarbeiten, die sich mit der Frage der Immunsuppression in der Transplantationsmedizin beschäftigen.

Die Preisverleihung erfolgte anlässlich der 22. Jahrestagung 2013 der Deutschen Transplantationsgesellschaft e.V., in Frankfurt.

„Wie beeinflussen Makrophagen das B-Zellüberleben nach allogener Nierentransplantation?”
Dr. med. Tobias Bergler, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II, Nephrologie / Transplantationsmedizin, Universitätsklinikum Regenburg

Die Preisverleihung erfolgte anlässlich der 21. Jahrestagung 2012 der Deutschen Transplantationsgesellschaft e.V., in Berlin.

„Entwicklung der Th17-Immunantwort nach klinischer Nierentransplantation unter Kalzineurin-Inhibitor basierter Immunsuppression”
Dr. med. Florian Vondran, Berlin

Die Organtransplantation und die folgende Immunsuppression sind ein wichtiger Behandlungsbereich im Alltag vieler Mediziner und deren Patienten geworden. Trotz zahlreicher Fortschritte im Bereich der Arzneimitteltherapie nach Organtransplantationen, ist die Forschung und Weiterentwicklung immer noch unverzichtbar, um die Lebensqualität der betroffenen Menschen zu verbessern und die transplantierten Organe bestmöglich zu schützen bzw. zu erhalten.

Aus diesem Grunde hat die Astellas Pharma GmbH auch im Jahre 2011 den mit 10.000 € dotierten „Astellas Forschungspreis Transplantation” gestiftet, um innovative Projekte engagierter Nachwuchswissenschaftler auf diesem Gebiet zu fördern. Unter den vielen guten eingereichten Forschungsarbeiten wurde die Arbeit von Herrn Dr. James A. Hutchinson (Chirurgische Klinik des Universitätsklinikum Regensburg) durch das Preisrichterkuratorium der „Deutschen Transplantationsgesellschaft” als besonders herausragend bewertet.

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Jahrestagung 2011 der „Deutschen Transplantationsgesellschaft e.V.” in Regensburg. Wir gratulieren dem Presiträger 2011 zum Gewinn des „Astellas Forschungspreis Transplantation” für seine hervorragende Forschungsarbeit:

„Low-dose Tacrolimus Monotherapie und die Erlangung partieller immunologischer Toleranz gegenüber Organallotransplantaten”
von Dr. James A. Hutchinson, Chirurgische Klinik des Universitätsklinikum Regensburg.

Eine erfolgreiche Organtransplantation hängt zu Beginn unmittelbar von einer optimalen chirurgischen Intervention ab. Danach ist für die Patienten entscheidend, das neue Organ in der Akutphase nicht abzustoßen und danach möglichst lange bei guter Lebensqualität zu halten. Mitbestimmend ist hierbei ein sehr gutes, auf die individuelle Situation des Patienten zugeschnittenes immunsuppressives Regime. Nur durch stetige Forschungsaktivitäten auf höchstem Niveau ist es möglich die Transplantationsmedizin weiter voranzubringen und sich dem Ziel einer optimal verträglichen und individuell angepassten Immunsuppression noch mehr zu nähern.

Deshalb stiftet die Astellas Pharma GmbH auch 2010 den mit 10.000 Euro dotierten Astellas Forschungspreis Transplantation und möchte damit den besten Projektplan für ein innovatives und wegweisendes Forschungsprojekt zur Immunsuppression auszeichnen.

Wir gratulieren dem Preisträger 2010, dessen Projekt das Preisrichterkuratorium der Deutschen TransplantationsGesellschaft aus den zahlreichen eingereichten Vorschlägen als besonders herausragend bewertet hat.

„Calcineurin inhibitor-based immunosuppression in Th17-mediated allograft rejection”
von Dr. med. Alexander Krömer, Chirurgische Klinik des Universitätsklinikums Regensburg.

Die Bedeutung der Immunsuppression für die Fortschritte in der Transplantationsmedizin und ihr wesentlicher Einfluss auf den langfristigen Erfolg einer Organtransplantation ist unstrittig. Betrachtet man die wichtigsten Themen aus der aktuellen Forschung, so steht die Frage nach der optimalen Immunsuppression auch weiterhin im Fokus der wissenschaftlichen Bemühungen. Der Bogen spannt sich hierbei von tierexperimentellen Ansätzen für ein vertieftes immunologisches Verständis über die stetige Suche nach neuen Substanzen bis hin zur Optimierung der Anwendung bekannter Immunsuppressiva und der Entwicklung einer individualisierten Therapie.

Zum fünfjährigen Jubiläum wurde der mit 10.000 Euro dotierte Astellas Forschungspreis Transplantation deshalb für innovative Projektpläne zum Thema "Immunsuppression in der Transplantationsmedizin" ausgeschrieben.

Von den zahlreichen eingereichten Vorschlägen bewertete das Preisrichterkuratorium der Deutschen TransplantationsGesellschaft eine wissenschaftliche Arbeit als besonders herausragend:

„Reduktion von Ischämie-Reperfusionsschäden durch eine Tracrolimus Rinse bei Transplantationen von Fettlebern”
von Dr. med. Sebastian Pratschke, Chirurgische Klinik des Universitätsklinikums München-Großhadern.

Durch verbesserte Operationstechniken und optimierte Medikamentenregime wurde aus den ersten Erfolgen der Transplantationsmedizin eine langfristige Erfolgsgeschichte. Dennoch müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, um das Langzeitergebnis hinsichtlich Transplantatfunktion und Organerhalt zu optimieren. Deswegen richtet sich der Fokus der Wissenschaft zunehmend mehr auch auf das Thema "Compliance", d.h. die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Arzt und Patient, um weitere mögliche Risikofaktoren auszuschalten. Der in diesem Jahr zum vierten Mal verliehene und mit 10.000 Euro dotierte Forschungspreis der Astellas Pharma GmbH hatte deswegen erneut „Immunsuppression und Compliance” zum Thema.

Das Preisrichterkuratorium der Deutschen TransplantationsGesellschaft hielt eine der eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten für besonders herausragend:

„Verbesserung der Compliance nach Nierentransplantation bei Jugendlichen durch Einmalgabe der Basisimmunsuppression (Stufe 1) und Computer- und Eventbasierte Patientenschulung (Stufe 2)”
von PD Dr. med. Lars Pape, Medizinische Hochschule Hannover.

Die Compliance der Patienten im Rahmen der Immunsuppression ist ein multifaktoriell beeinflusstes Geschehen, das die Ergebnisse einer Transplantation im Langzeitverlauf wesentlich beeinflusst. Die Optimierung der Patientencompliance ist daher eine sehr wichtige Aufgabe für alle in der Transplantationsmedizin beteiligten Partner.

Konsequenterweise wurde in diesem Jahr für den mit 10.000 Euro dotierten Astellas-Forschungspreises 2007 das Thema „Immunsuppression und Compliance” ausgewählt.

Unter den eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten hielt das Preisrichterkuratorium der Deutschen TransplantationsGesellschaft eine für besonders herausragend und zeichnete diese mit dem Astellas Forschungspreis 2007 aus:

„Compliance unter verschiedenen immunsuppressiven Therapieschemata nach Nierentransplantation - Eine prospektive Kohortenstudie”
von Herrn Tobias Türk, Universitätsklinikum Essen, Zentrum für Innere Medizin.

Im Jahr 2006 konnte der Astellas Forschungspreis zum zweiten Mal vergeben werden. Unter den eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten hielt das Preisrichterkuratorium der Deutschen TransplantationsGesellschaft eine für besonders herausragend und zeichnete diese mit dem Astellas Forschungspreis 2006 aus:

„Tacrolimus monotherapy after early steroid reduction for liver transplant recipients - a prospective randomised double blinded placebo controlled trial”
von Dr. med. Christian Mönch, Klinikum der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz.

Die erfreulich große Resonanz auf die erste Ausschreibung des Astellas-Forschungspreises hat gezeigt, welchen Stellenwert Tacrolimus (Prograf®) heute in Klinik und Wissenschaft eingenommen hat. Gleichzeitig ist dies auch ein Indiz für die Bedeutung der Förderung von Forschung und Wissenschaft durch die Pharmazeutische Industrie.

Das Preisrichterkuratorium der Deutschen TransplantationsGesellschaft hielt im Jahre 2005 aus den eingereichten wissenschaftlichen Studien zwei für besonders herausragend. Mit dem Astellas-Forschungspreis wurden daher folgende Arbeiten prämiert:

„Die unterschiedliche Prävalenz von CMV-Erkrankungen bei Langzeit Nieren-, Herz- und Lungentransplantierten Patienten korreliert mit der Frequenz CMV-spezifischer T-Zellen.”
von Dr. med. Urban Sester, Universitätsklinikum des Saarlandes.

„Tacrolimus/Mycophenolat Mofetil oder Ciclosporin/Mycophenolat Mofetil nach Herztransplantation: welche Kombination ist effektiver?”
von Dr. med. Bruno Meiser, Klinikum der Universität München-Großhadern und Dr. med. Jan Grötzner, Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Motiv des Astellas Forschungspreises Dermatologie

Preisträger des Forschungspreises Dermatologie

München, 2. Mai 2013 - Professor Dr. Dr. Johannes Ring, München, übergab im Rahmen der 47. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) den Astellas Forschungspreis Dermatologie 2013 an PD Dr. Rüdiger Eming, Marburg. Für die Identifikation eines neuen Autoantigens pathogener Pemphigus-Autoantikörper wurde er mit dem diesjährigen Hauptpreis ausgezeichnet. Den gleichzeitig vergebenen Förderpreis erhielt Dr. Sonja C. Molin, München, für ihre neuen Erkenntnisse zur genetischen Prädisposition beim Handekzem.

Mit dem Astellas Forschungspreis Dermatologie, der sich in Haupt- und Förderpreis gliedert, werden hervorragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit dem Thema entzündliche Hauterkrankungen auseinandersetzen. Die unabhängige Jury unter der Leitung von Professor Dr. Erwin Schöpf, Freiburg, hat aus den eingereichten Arbeiten zwei Preis-träger für den mit 5.000 Euro bzw. 2.500 dotierten Preis ausgewählt.

Neues Autoantigen pathogener Pemphigus-Autoantikörper identifiziert

Pemphigus, eine seltene, häufig schwer verlaufende blasenbildende Dermatose, gilt als Modell einer Autoantikörper-vermittelten Autoimmunerkrankung. Die Pathogenese des Pemphigus ist im Wesentlichen gut charakterisiert, trotzdem stellen so genannte atypische Pemphigus-Patienten das bisherige Pathogenesekonzept in Frage. Dieses Konzept geht davon aus, dass IgG-Autoantikörper gegen die desmosomalen Adhäsionsmoleküle Desmoglein 1 und 3 über bislang unbekannte Mechanismen zum Adhäsionsverlustes epidermaler Keratinozyten und klinisch zur Blasenbildung führen. Eming konnte in Zusammenarbeit mit einer japanischen Forschergruppe zeigen, dass auch IgG-Autoantikörper gegen Desmocollin 3 die interzelluläre Adhäsion kultivierter humaner Keratinozyten aufheben. Er identifizierte so ein weiteres Autoantigen pathogener Pemphigus-Autoantikörper.

Fehlen von Cornified Enevelope-Genen begünstigt Handekzem

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung leiden unter einem Handekzem. Ursachen sind häufig kumulativ-toxische Belastungen oder Kontaktallergien, doch nicht bei allen Patienten lässt sich ein auslösender Faktor für die Erkrankung finden. Dies legt die Vermutung nahe, dass eine genetische Prädisposition auch bei dieser Dermatose eine wesentliche Rolle spielt. Die bisher identifizierten Kandidatengene für diese Prädisposition liegen im Epidermal Differentiation Complex. Sie codieren Proteine, die mit dem Cornified Envelope assoziiert sind und die Stabilisierung der epidermalen Barriere maßgeblich beeinflussen. Bei Untersuchungen mit Patienten, die an einem rein kontaktallergischen Handekzem litten, konnte Molin eine vermehrte Deletion der Late Cornified Enevelope-Gene 3B und 3C nachweisen. Das Fehlen dieser Gene scheint die Allergenpenetranz zu fördern und die Entstehung eines Handekzems zu begünstigen.

München, 4. April 2011 – Im Rahmen der 46. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) übergab Professor Dr. Erwin Schöpf, Freiburg, am 31. März 2011 den Astellas Forschungspreis Dermatologie 2011: Professor Dr. Stefan Beissert, Münster, wurde für die Aufklärung eines neuen molekularen Mechanismus bei der Entstehung entzündlicher Dermatosen mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Den gleichzeitig vergebenen Förderpreis erhielt PD Dr. Ronald Wolf, München, für seine neuen Erkenntnisse zur genetischen Disposition der Psoriasis.

Mit dem Astellas Forschungspreis Dermatologie, der sich in Haupt- und Förderpreis gliedert, werden hervorragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit dem Thema entzündliche Hauterkrankungen auseinandersetzen. Die unabhängige Jury unter der Leitung von Professor Dr. Erwin Schöpf, Freiburg, hat aus den eingereichten Arbeiten zwei Preis-träger für den mit 5.000 Euro bzw. 2.500 dotierten Preis ausgewählt.

Molekulare Mechanismen bei der Entstehung entzündlicher Dermatosen

Zahlreiche entzündliche und autoreaktive Dermatosen sind durch ein hohes T-Zellinfiltrat charakterisiert. Welche Pathomechanismen zur Aktivierung der autoreaktiven T-Zellen führen, war jedoch bisher unbekannt. Mit seinen Forschungsarbeiten, die 2010 in Nature Medicine publiziert wurden, konnte Professor Dr. Stefan Beissert, Münster, zeigen, dass die von Keratinozyten gebildeten calciumbindenden Proteine der S100-Familie (S100 A8 und S100 A9) an bestimmte Rezeptoren auf den CD8+ T-Zellen binden und so intrazelluläre Signalwege aktivieren. Dies versetzt die T-Zellen in die Lage, Interleukin-17 zu produzieren, das eine zentrale Rolle bei zahlreichen entzündlichen Erkrankungen und T-zellvermittelten Dermatosen (z. B. Psoriasis, Lupus erythematodes und Lichen planus) spielt. Diese Erkenntnisse können die Entwicklung neuer Therapieoptionen für Patienten mit T-Zell-vermittelten Dermatosen wesentlich voranbringen.

Erhöhtes Entzündungsniveau bei nicht-läsionaler Haut von Patienten mit Psoriasis

Auch die Arbeit des Förderpreises beschäftigt sich mit der Rolle von S100-Proteinen:
PD Dr. Ronald Wolf, München, konnte mit seiner Arbeit zeigen, dass die beiden Kandidaten-gene S100 A7 und S100 A15 in Psoriasis-empfindlicher Haut konstitutiv vermehrt sind. Dies führt zu einer erhöhten Produktion von proinflammatorischen Zytokinen und einem subtil gesteigerten Entzündungsniveau, das typisch für die nicht-läsionale psoriatische Haut ist. Die vorliegende Arbeit verbindet erstmalig genetische Faktoren mit funktionellen Mechanismen für die Erkrankungsneigung und Manifestation. Die Erkenntnisse bieten Ansatzpunkte, um neue Interventionsstrategien für Patienten mit Psoriasis, aber auch andere chronisch-entzündlichen, Hauterkrankungen zu entwickeln.

Dresden, 30. April 2009 - Im Rahmen der 45. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) übergab Professor Dr. Erwin Schöpf, Freiburg, am 30. April den Astellas Forschungspreis Dermatologie 2009: Dr. Jürgen Schauber, München, wurde für seine neuen Erkenntnisse über natürliche Abwehrproteine mit dem Hauptpreis ausgezeichnet, den Förderpreis erhielt Maria Gschwandtner, Hannover, für ihre Arbeit zur Rolle von Matrixmetalloproteinen in der Patho-physiologie allergischer und entzündlicher Hauterkrankungen. Die Preise sind mit 5.000 bzw. 2.500 Euro dotiert.

Mit dem Astellas Forschungspreis Dermatologie werden hervorragende wissenschaftliche Arbeiten über entzündliche Hauterkrankungen ausgezeichnet. Dabei wird je ein Haupt- und ein Förderpreis vergeben. Den Vorsitz der hochkarätigen Jury hat Professor Dr. Erwin Schöpf, Freiburg.

Alarmine - neues Target bei entzündlichen Hauterkrankungen

Antimikrobielle Peptide - auch als Alarmine bezeichnet - haben neben ihren antimikrobiellen Eigenschaften auch Einfluss auf entzündliche Reaktionen der Haut. Bei Patienten mit entzündlichen dermatologischen Erkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis ist die natürliche Balance dieser Peptide gestört. Schauber konnte mit seinen Forschungsarbeiten zeigen, dass Vitamin-D-Analoga, deren Wirkmechanismen bei Psoriasis bisher nicht vollständig verstanden sind, in die Regulierung dieser Alarmine eingreifen. Die dabei identifizierten Signalwege eröffnen auch die Möglichkeit zur Entwicklung weiterer "Alarmin-basierter" Therapeutika für andere dermatologische Indikationen.

Matrixmetalloproteine und Antihistaminika

Auch die ausgezeichnete Arbeit von Gschwandtner zeigt neue therapeutische Ansatzpunkte auf: Die Matrixmetalloproteinase 9 (MMP-9) erleichtert durch den proteolytischen Abbau der Basalmembran die Zellmigration in der Haut. Jetzt konnte gezeigt werden, dass die Produktion von MMP-9 in Keratinozyten direkt über eine Aktivierung des Histamin-1-Rezeptors moduliert werden kann - ein bisher unbekannter Mechanismus, durch den Keratinozyten zur Pathophysiologie allergischer und entzündlicher Hauterkrankungen beitragen. Durch H1-Rezeptor-Antihistaminika konnte in den Untersuchungen die Produktion von MMP-9 in den Keratinozyten an der Entzündungsstelle verringert werden. Diese Erkenntnis weist auf ein neues therapeutisches Target für die Zukunft hin und ermöglicht die Entwicklung neuer therapeutischer Optionen für Patienten mit allergischen, entzündlichen Hauterkrankungen.

Dresden, 26. April 2007. Zum ersten Mal wurde der Astellas Forschungspreis Dermatologie für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten über entzündliche Hauterkrankungen von der Astellas Pharma GmbH im Rahmen der diesjährigen Tagung der DDG in Dresden verliehen. Ausgeschrieben waren 1 Hauptpreis von 5.000 € und 1 Förderpreis von 2.500 €.

Ein mehrköpfiges, unabhängiges Expertengremium wählte aus den eingereichten Arbeiten die Preisträger. Die Verleihung nahm der Vorsitzende der Jury, Prof. Dr. Erwin Schopf, Freiburg, vor.

PD Dr. med. Rudolf Antun Rupec, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Uniklinik Munchen, LMU, erhielt den Hauptpreis von 5.000 €. Seine Forschungsarbeit liefert entscheidende neue Kenntnisse zur Funktion des Transkriptionsfaktors NF-?B bei der Entstehung entzündlicher Hautkrankheiten. Rupec entwickelte erstmals Knock out-Mause, bei denen die Untereinheit RelA des Transkriptionsfaktors oder der Inhibitor I?B? ubiquitär oder gewebsspezifisch deletiert werden können. Rupec konnte zeigen, dass es bei einer Dysregulation von NF-?B sowohl in Keratinozyten als auch in T-Zellen zu einer Ausprägung der Krankheit Psoriasis vulgaris kommt.

Dr. med. Ulrike Rapp, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie, Medizinische Hochschule Hannover, wurde mit dem Förderpreis von 2.500 € ausgezeichnet. Rapp forscht an neuen Aspekten der Neurodermitis, v.a. der bidirektionalen Interaktion zwischen Nervenzellen und eosinophilen Granulozyten. Sie konnte zeigen, dass Neurotrophine (v.a. Transmitter des Nervensystems) bei atopischen Hauterkrankungen wie der atopischen Dermatitis (AD) eine Rolle spielen, indem sie Immunzellen entscheidend in ihrer Funktion beeinflussen. Die bidirektionale Interaktion zwischen peripheren Nervenfasern und eosinophilen Granulozyten stellt einen wichtigen neuen Aspekt der Pathophysiologie der AD dar, der möglicherweise neue Therapieansatze eröffnet.

Astellas mochte mit dem Forschungspreis auch zukünftig die dermatologische Grundlagenforschung in Deutschland unterstutzen und wird den Preis alle zwei Jahre neu ausschreiben.

Motiv des Astellas Forschungspreises Prostatakarzinom

Preisträger des Forschungspreises Prostatakarzinom

„Demografischen Wandel gestalten” – so lautet das Motto der 66. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Für Kongresspräsident Prof. Dr. Jan Fichtner stehen diesmal medizinische, ökonomische, berufspolitische und ethische Aspekte des demografischen Wandels im Fokus. Dabei gilt es neue Talente zu gewinnen und zu fördern genauso wie die in der Wissenschaft tätigen Kollegen zu unterstützen Aus allen eingereichten Arbeiten zur Bewerbung um den Forschungspreis Prostatakarzinom 2014 entschied sich die Jury für das Projekt von Dr. med. Laila Schneidewind von der Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsmedizin Greifswald. Für ihre Ausarbeitung „Induktion und Progression des Prostatakarzinoms durch Polyomaviren BKV und JCV? Virusnachweis in Patienten und Korrelation von Prävalenz, Immunstatus und klinischer Prognosefaktoren“ erhielt die Wissenschaftlerin von DGU-Kongresspräsident Prof. Dr. med. Jan Fichtner den Preis.

Wir gratulieren der Preisträgerin 2014 zur Auszeichnung ihres eingereichten wissenschaftlichen Projekts.

„Induktion und Progression des Prostatakarzinoms durch Polyomaviren BKV und JCV? Virusnachweis in Patienten und Korrelation von Prävalenz, Immunstatus und klinischer Prognosefaktoren”
Dr. med. Laila Schneidewind, Klinik und Poliklinik für Urologie, Universitätsmedizin Greifswald

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Urologie verfolgt Astellas Pharma das Ziel, engagierte junge Wissenschaftler im Bereich Urologie bei herausragenden Forschungsvorhaben zu unterstützen. Dabei stehen Untersuchungen zur Entstehung, Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms im Fokus. Aus allen eingereichten Arbeiten entschied sich die Jury in diesem Jahr für das Projekt von Dr. med. Matthias Heck von der Urologischen Klinik und Poliklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München. Für seine Ausarbeitung erhielt der Wissenschaftler von DGU-Kongresspräsident Prof. Dr. med. Michael Stöckle den Preis.

Wir gratulieren dem Preisträger 2013 zur Auszeichnung seines eingereichten wissenschaftlichen Projekts.

„Prognose und Therapiemonitoring unter Systemtherapie beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom durch die Detektion zirkulierender Tumorzellen im peripheren Blut mittels quantitativer Polymerasekettenreaktion”
Dr. med. Matthias Heck, Urologischen Klinik und Poliklinik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München

„Wissenschaft, Fortschritt, Leben” – unter diesem Motto steht die 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie. Es gilt neue Talente zu gewinnen und zu fördern, ebenso wie die in der Wissenschaft tätigen Kollegen zu unterstützen. Hinter diesem Vorhaben steht auch der „Forschungspreis Prostatakarzinom”. Mit der Vergabe setzt sich der DGU für wissenschaftliche Forschungsprojekte ein, die sich mit Fragen zur Entstehung, Diagnostik sowie der Therapie des Prostatakarzinoms beschäftigen. „Es werden stetig talentierte Nachwuchskräfte benötigt, um die Qualität in der Urologie aufrecht zu erhalten. Mit dem ‚Forschungspreis Prostatakarzinom’, der dieses Jahr zum zweiten Mal verliehen wird, sollen diese entdeckt und deren Forschungsvorhaben unterstützt werden”, sagt Kongresspräsident Prof. Dr. med. Dr. h.c. Stefan C. Müller.

Aus allen eingereichten Arbeiten hat sich die Jury für das Projekt von Herrn Dr. Matthias Saar, Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes, entschieden. Ziel des Forschungsprojektes soll sein, die Etablierung und Standardisierung eines orthotopen Tumormodells aus Primärmaterial voranzutreiben, so dass das Modell nach sorgfältiger Charakterisierung in der Lage wäre, die verschiedenen Stadien der Erkrankung widerzuspiegeln und eine Analyse des Progressionspotentials und der Progressionsmechanismen unterschiedlicher Tumore zuzulassen. Der Forschungspreis wurde im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der DGU am 27. September 2012 in Leipzig verliehen.

Wir gratulieren dem Preisträger 2012 zur Auszeichnung seines eingereichten wissenschaftlichen Projekts.

„Orthotope murine Tumorgrafts: Neue Forschungsmöglichkeiten zur Entwicklung und Progression des Prostatakarzinoms”
von Dr. Matthias Saar, Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums des Saarlandes

Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Urologie verfolgt Astellas Pharma mit der erstmaligen Vergabe des Forschungspreises Prostatakarzinom das Ziel, junge Wissenschaftler im Bereich Urologie für herausragende, wissenschaftliche Forschungsvorhaben zu fördern. „Hervorragende Nachwuchskräfte sind eine wesentliche Voraussetzung für die wissenschaftliche und klinische Qualität der Urologie von morgen”, so Prof. Dr. Joachim A. Steffens, Präsident des DGU.

Aus allen eingereichten Arbeiten hat sich die Jury für das Projekt von Herrn Dr. Philipp Wolf, Abteilung Urologie des Universitätsklinikums Freiburg, entschieden. Im Rahmen des ausgezeichneten Forschungsprojekts sollen Immuntoxine, die gegen das prostataspezifische Membranantigen PSMA gerichtet sind, entwickelt werden. Der Forschungspreis wurde im Rahmen diesjährigen Jahrestagung der DGU am 15. September 2011 in Hamburg verliehen.

Wir gratulieren dem Preisträger 2011 zur Auszeichnung seines eingereichten wissenschaftlichen Projekts.

„Granzym B-basierte anti-PSMA Immuntoxine zur Therapie des Prostatakarzinoms”
von Dr. Philipp Wolf, Abteilung Urologie des Universitätsklinikums Freiburg

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